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Quelle der Inhalte:
Landesportal Schleswig-Holstein

Bundeselterngeld steht Eltern für die Betreuung eines neugeborenen Kindes zu (Dauer: maximal 14 Monate, Höhe: 67 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens jedoch 1.800,00 €).


Das Elterngeld unterstützt alle Eltern, die sich flexibel und partnerschaftlich um ihr neugeborenes Kind kümmern wollen, bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlage. Das gilt auch für getrennt lebende Elternteile. Es will dazu beitragen, dass sich die gegenwärtige individuelle wirtschaftliche Situation sowie spätere Möglichkeiten der Daseinsvorsorge für Mütter und Väter nicht dadurch verschlechtern, dass sie ihr Kind in seinen ersten Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen.

Elterngeld gibt es als Basiselterngeld, ElterngeldPlus (mit maximal halber Leistungshöhe bei verdoppeltem Bezugszeitraum des Basiselterngeldes) und Partnerschaftsbonus; diese Formen sind untereinander kombinierbar und ermöglichen für Geburten ab dem 1. September 2021 einen Elterngeldbezug (nur noch) bis maximal zur Vollendung des 32. Lebensmonats.

Anspruchsberechtigt sind Eltern, die im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt ihres Kindes gemeinsam maximal 300.000 Euro verdienten; für Alleinerziehende liegt die Einkommensgrenze bei 250.000 Euro. Bei Geburten vor dem 1. September 2021 lag die Einkommensgrenze für Paare bei 500.000 Euro.

Basiselterngeld
In den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes besteht grundsätzlich ein gemeinsamer Anspruch der Eltern auf 12 Lebensmonate Basiselterngeld. Bei Minderung des Erwerbseinkommens in mindestens 2 Monaten nach der Geburt können vom anderen Elternteil 2 zusätzliche sogenannte Partnermonate Basiselterngeld bezogen werden. Diese können gleichzeitig oder abwechselnd bezogen werden. Die Partnermonate können Sie auch beantragen, wenn Sie alleinerziehend sind.

Elterngeld muss von einem Elternteil in mindestens 2 Lebensmonaten des Kindes bezogen werden. Basiselterngeld kann von einem Elternteil höchstens für 12 Lebensmonate bezogen werden. Etwas anderes gilt bei Alleinerziehenden oder in weiteren Ausnahmefällen. Ab dem 15. Lebensmonat können Eltern meist nur noch das ElterngeldPlus oder den Partnerschaftsbonus erhalten.

Elterngeld Plus
Anstelle eines Lebensmonats mit Basiselterngeld können Eltern sich auch für zwei Monate Elterngeld Plus mit halber Leistungshöhe entscheiden – längstens bis zum 32. Lebensmonats des Kindes.

Partnerschaftsbonus
Gemeinsam können Eltern für Geburten ab dem 1. September 2021 bei Teilzeitbeschäftigung je bis zu 4 zusätzliche Monate ElterngeldPlus (Partnerschaftsbonus-Monate) erhalten, wenn sie in bis zu 4 aufeinander folgenden Lebensmonaten zeitgleich einen durchschnittlichen Wochenstundenrahmen von 24 bis 32 Stunden erwerbstätig sind (bei Kindern, die vor dem 1. September 2021 geboren wurden, sind es zwischen 25-30 Wochenstunden, hier können nur genau 4 Lebensmonate beantragt werden). Das gilt auch für Alleinerziehende.

Höhe des Elterngeldes
Die Höhe des Elterngeldes hängt von der Höhe des Einkommens vor der Geburt des Kindes ab und davon, ob nach der Geburt Einkommen wegfällt. Bei höheren Einkommen erhalten Eltern bis zu 65 Prozent, bei niedrigeren Einkommen bis zu 100 Prozent des Netto-Voreinkommens. Teilzeiteinkommen nach der Geburt, auch aus einem Mini-Job, kann sich auf die Höhe Ihres Elterngeldes auswirken. Teilen Sie Ihrer Elterngeldstelle schnellstmöglich mit, wenn Sie während des Elterngeldbezugs arbeiten beziehungsweise einem Mini-Job nachgehen. Die Elterngeldstelle kann dann Ihr Elterngeld neu und individuell berechnen.

Das Basiselterngeld beträgt demnach zwischen 300 Euro und 1800 Euro im Monat und das ElterngeldPlus zwischen 150 Euro und 900 Euro im Monat bei verdoppeltem Bezugszeitraum. Die Partnerschaftsbonus-Monate sind auch ElterngeldPlus-Monate.

Bei Familien mit weiteren kleinen Kindern kommt ein sogenannter Geschwisterbonus von mindestens 75 Euro beim Basiselterngeld (37,50 Euro beim ElterngeldPlus) in Betracht. Bei Mehrlingsgeburten wird für jedes weitere neugeborene Kind ein Zuschlag von 300 Euro (150 Euro bei ElterngeldPlus) gezahlt.

Neuregelung für Frühgeburten ab 01.09.2021
Für Geburten ab dem 1. September 2021 gilt auch: Kommt das Kind 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder früher auf die Welt, sind bis zu 4 weitere Basiselterngeld-Monate möglich, abhängig vom ursprünglich errechneten Geburtstermin. Auch in diesen Fällen kann durch die Nutzung der Variante ElterngeldPlus eine Verdopplung des Elterngeldzeitraums unter Halbierung der Elterngeldhöhe erfolgen.

 

Hier finden Sie Ihren Weg zum Landesamt für soziale Dienste (LAsD) Schleswig-Holstein mit der Zentrale in Neumünster und den Dienstsitzen in Heide, Lübeck und Schleswig:

Außenstellen des LAsD

 

Antragsformulare für Schleswig-Holstein auf der Internetseite des Landesamtes für soziale Dienste (LAsD)

Was sollte ich noch wissen?

Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten und hat das Bundeserziehungsgeldgesetz abgelöst, es gilt für alle ab dem 1. Januar 2007 geborenen Kinder oder ab diesem Zeitpunkt adoptierten oder mit dem Ziel der Adoption in den Haushalt aufgenommenen Kinder.

Weitere Informationen zum Thema Elterngeld finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

BMFSFJ - Elterngeld

BMFSFJ - Familienportal/Elterngeld

Elterngeldrechner mit Planer

 

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